Grüne Ideen für Homberg: Mobilität

Verkehr vermeiden, verlagern und verbessern

Mobilität ist eines der Kernthemen unserer Gesellschaft. Wir alle wollen und müssen mobil sein, gerade hier im ländlichen Raum. Aber ist unsere heutige Mobilität zweckmäßig und zukunftsträchtig?

Der öffentlich Raum besteht zu einem großen Teil aus Straßen und Plätzen, die weitgehend dem Autoverkehr zur Verfügung stehen. Wir wollen, dass hier wieder mehr Menschen mobil sein können – mit dem Fahrrad, zu Fuß, ungestört und ungefährdet.

Deshalb müssen wir den Individualverkehr, vermeiden, verlagern und verbessern:

Intelligenter öffentlicher Nahverkehr

Wir brauchen keine leeren Busse, die lange Strecken über Land fahren. Schnellbuslinien müssen wichtige Arbeitsplätze, Städte und Knotenpunkte verbinden. Wir brauchen Direktverbindungen zwischen den Städten und Zentren: Regelmäßig, attraktiv und verlässlich für die Menschen, die hier wohnen und arbeiten und die Tourist*innen, die unsere Region erkunden möchten.

Und wir brauchen Linien, die mit kleineren Fahrzeugen und nach Bedarf den Anschluss an die Direktverbindungen herstellen. Die öffentlichen Verkehrsverbindungen müssen auch in der Ferienzeit funktionieren – gut getaktet und gut erreichbar.

Für junge Menschen sind fifty-fifty Taxis eine attraktive Mobilität, die zum halben Preis den sicheren Heimweg von Freizeitaktivitäten ermöglichen.

Mobil mit dem Rad

E-Bikes machen auch unser nordhessisches Bergland attraktiv für das Fahrrad. E-Bike-Vermietung und Leasingkonzepte müssen verstärkt angeboten werden. Miet-Lastenräder dienen allen Bürger*innen für kleinere Transporte. Und Diensträder für Mitarbeiter*innen können nicht nur von den Verwaltungen, sondern von vielen Arbeitgeber*innen zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus können Car-Sharing-Konzepte das städtische Mobilitätsanagebot ergänzen und erweitern.

Unsere Straßen müssen für den Radverkehr sicherer werden. Viel befahrene Straßen brauchen auch innerorts Radschutzstreifen, damit sich die Radfahrenden hier sicher fühlen und gern unterwegs sind. Mit der Altstadt als Knotenpunkt bieten die Radschutzstreifen eine sichere Verbindung von und zu den Radwegen, die Stadt und Land verbinden. Diese sicheren Verbindungen müssen auch wieder in die Förderung durch das Land aufgenommen werden.

An Knoten- und Treffpunkten in der Stadt und in den Stadtteilen sollen Abstell- und Auflademöglichkeiten für die E-Bikes geschaffen werden, ausgebaute und Radwege können auch abseits der großen Straßen eine landschaftlich attraktive Verbindung zwischen den Orten schaffen. So verbinden sich Mobilität und Tourismus in der Region, es entsteht ein Netz zwischen der Stadt, den Dörfern, landschaftlichen Attraktionen und Orten der Freizeitgestaltung.

Autofreier Marktplatz – ein lebendiges Zentrum

Noch immer prägt der Autoverkehr das Bild der Altstadt. Wir wollen einen autofreien Marktplatz, auf dem Platz für spielende Kinder, bummelnde Menschen, Außengastronomie und städtisches Flair ist. Das passt zum Klimakonzept der Stadt, ist gut für die CO2-Bilanz und steigert die Attraktivität Hombergs. Für den Radverkehr muss der Marktplatz dabei frei bleiben.

Ein Ziel wäre es, den Marktplatz, die Einkaufszentren und die Wohngebiete mit einem regelmäßig verkehrenden Elektrobus zu verbinden.

E-Mobilität

Die Zukunft der Mobilität ist ohne schadstoffreiche Verbrennungsmotoren. Der Anteil der E-Autos wird sprunghaft steigen und damit die Notwendigkeit, an besonderen Punkten der Stadt, Einkaufszentren und touristischen Attraktionen, auf Parkplätzen und in den Wohnstraßen Ladestationen zu schaffen. Hierzu gehören auch Anschlüsse an den vorhandenen Straßenlaternen, die z. B. von den Anwohnenden genutzt werden können.

Verwandte Artikel