03.02.25 –
Der Magistrat wird beauftragt gemeinsam mit dem Ausschuss für Bau, Planung, Umwelt und Stadtentwicklung ein Konzept zur naturnahen Waldbewirtschaftung im Homberger Stadtwald zu entwickeln, das sich am Lübecker Waldkonzept nach Dr. Lutz Fähser orientiert.
Ziel soll eine naturnahe und nachhaltige Waldentwicklung sein, die den Homberger Stadtwald resilienter für die klimatischen Herausforderungen macht, die ökologische Qualität des Waldes fördert, ihn als Naherholungsgebiet aufwertet und damit langfristig auch die wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit des Stadtwaldes erhält.
Begründung:
Die klimatischen Veränderungen haben in den letzten Jahren auch im Homberger Stadtwald zu erheblichen Schäden geführt, die neben den ökologischen Beeinträchtigungen auch wirtschaftliche Auswirkungen haben.
Es ist unser Ziel, den Homberger Stadtwald aufzuwerten und langfristig zu sichern. Das Lübecker Waldkonzept, das inzwischen auch von vielen weiteren Kommunen umgesetzt wird, gibt hierzu gute Grundlagen.
Naturnahe Waldbewirtschaftung folgt dem Grundsatz, möglichst wenig Maschinen einzusetzen und die notwendigen Maßnahmen von Forstfachleuten ausführen zu lassen. Insgesamt braucht eine naturnahe Waldbewirtschaftung aber auch seltenere Pflegeeingriffe.
Naturnahe Waldbewirtschaftung unterstützt die natürliche Verbreitung von heimischen, standortgemäßen Baumarten, die widerstandsfähiger gegen Störungen wie Sturm, Trockenheit oder Borkenkäferbefall. So wird das finanzielle Risiko des Betriebs gesenkt. Naturnahe Waldbewirtschaftung setzt auf Einzelstammnutzung und Qualität statt Quantität bei regelmäßigen Erträgen. Der durch die naturnahe Waldbewirtschaftung geförderte Mischwald erlaubt flexibler auf die Nachfragen am Holzmarkt einzugehen und erzielt dadurch bessere Preise.
Die naturnahe Waldbewirtschaftung setzt also nicht auf einen sich selbst überlassenen Urwald, sondern auf einen Wald, der zukunftsfähig und ökologisch wertvoll ist und damit auch als Naherholungsgebiet aufgewertet wird. Trotzdem ist auch die wirtschaftliche Nutzung langfristig sichergestellt.
Klaus Bölling
Fraktionsvorsitzende
Medien
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